6.11.26 – 30.5.27

DEEP FIELD

Die Vermessung des Unvorstellbaren

Woher kommen wir? Die Frage der menschlichen Verortung im Kosmos ist so alt wie die Menschheit selbst. Aus ihr rührt die Faszination für den Weltraum, dessen Erforschung in der Antike zur Entstehung der Astronomie als eine der wohl ältesten Wissenschaften der Menschheitsgeschichte geführt hat. Heute sind Astronomie und Astrophysik hochtechnologisierte Wissenschaftsfelder – doch ihre Forschungsfragen tragen im Kern immer noch denselben Antrieb in sich, der die Menschen seit Urzeiten beschäftigt – die Frage nach unserem Platz im Universum.

Die Ausstellung greift die Faszination für den Weltraum auf und verbindet aktuelle astronomische und astrophysikalische Forschung mit zeitgenössischer Kunst. Dabei bringt sie Prof. Dr. Camilla Juul Hansen und Prof. Dr. Hannah Elfner, Wissenschaftlerinnen der theoretischen und angewandten Physik an der Goethe-Universität, in Kontakt mit den Künstler:innen Katie Paterson und Armin Linke, sowie der Künstlerin und PhD Studentin Nina Caviezel und Prof. Dr. Estelle Blaschke, Professorin für Fotografische Medien an der Universität Basel. Die aus diesem Austausch neu entstandenen Werke setzen sich mit den Forschungsfragen und Arbeitsmethoden der Wissenschaftler:innen auseinander.

Katie Paterson beschäftigt sich mit kosmologischen Fragestellungen, welche die Verbindungen zwischen menschlicher Existenz und geologischen, planetaren und kosmischen Zusammenhängen thematisieren. Sie stellt Gedankenexperimente an, die in Kooperation mit Wissenschaftler:innen materiell realisiert werden.
Armin Linke interessiert sich für die der Astrophysik und Astronomie zugrunde liegenden Forschungsmethoden und deren Bedingungen. Seine Arbeit untersucht die Produktion, Archivierung sowie die Nutzung wissenschaftlichen Bildmaterials und entsteht immer in kollaborativen Prozessen.

In Kooperation mit dem Atelierfrankfurt entsendet das MGGU erstmals einen Satelliten in den Frankfurter Osthafen: Nina Caviezel bespielt dort einen Ausstellungsraum mit ihrer neuen Arbeit „From Dust to Data“ (Laufzeit: 30.10.2026 bis 11.02.2027). Die Installation untersucht die Rolle des Reinigens und des Reinraums in der zeitgenössischen Astronomie.

 

 

 

 

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